Planspiele und Service-Learning-Seminare

 FSS 2011

Übung: International Organisation and Conflict

Tim Veen

This module will give the student practice and training in negation and bargaining. To that end, we will examine game theoretic, decision analytic, and cognitive psychological perspectives to negotiation and bargaining problems in the International Relations.
Students will get practical experience in a two-day political simulation organized by the German army, which simulates bargaining and negations within and between states in an anarchical and conflict-stricken international society. The simulation will be held on two consecutive days, Saturday the 14th and Sunday the 15th of May. To get some first-hand experience regarding negotiation and bargaining problems between and within institutions, there will be field trip to the European Parliament on the 10th of May. The excursion will also include a discussion with a MEP. The costs for each student will be around 5 Euros.

 

Übung: Methoden der Zeitgeschichte: Comparative Crisis - the cases of Afghanistan and Sudan

Prof. Dr. Peter Schmidt

This course involves an examination of policies and strategies of major actors (states, International Organizations) engaged in two dissimilar crisis prone regions: Afghanistan and Sudan/South Sudan. By analyzing the behavior, we will search for the reasons for the different approaches of these actors in regard to the two calamities. By doing this, we will learn not only something about the two crises, but also attain a better understanding of the position of these actors in international crisis management, the scope and limits of their activities and the performance of the "international community" in crisis management as a whole. The focus will be on the following actors: United Nations, NATO, European Union, United States, Germany, Canada and NGOs.
We will also look at the crisis from the perspective of modern "security concepts": the collective security approach, the notion of humanitarian intervention, the R2P (Responsibility to Protect) doctrine, and the human security concept. The focus on the two crises should allow us to get a realistic understanding of the potential and limitations of these concepts.

 

HWS 2010

Proseminar: Einführung in die Zeitgeschichte: Planspiel zur EU-Osterweiterung

Christian Arnold

Dieses Proseminar beschäftigt sich systematisch mit der EU Osterweiterung, ihren Akteuren, Prozessen und Ergebnissen und den Theorien, die ihr Verhalten erklären. Neben der akademischen Auseinandersetzung mit dem Thema wird der Erweiterungsrozess in einem Planspiel selbst nachvollzogen. In der vorbereitenden Phase werden historische und institutionelle Grundlagen erörtert und diskutiert. Während des Planspiels schlüpfen die Teilnehmer in die Rollen beteiligter Akteure. Hinterher soll das eigene Verhalten an Hand gängiger Theorien zur Erweiterung selbst nachvollzogen und mit den wirklichen Geschehnissen auf dem Erweiterungsgipfel verglichen werden. Die Veranstaltung ist ein Blockseminar und beinhaltet eine zweitägige Exkursion zur Durchführung der Simulation.

Übung: Ausgewählte Themen der Politischen Soziologie: Service Learning "Politische Partizipation"

Dr. Julia Rathke

„Politische Systeme, deren Bürger nicht am politischen Leben teilnehmen und den bestehenden Strukturen dauerhaft ablehnend oder gleichgültig gegenüberstehen, verdienen nicht das Attribut ‚demokratisch' [...]" (Gabriel et al. 2002: 258). Die Beteiligung der Bürger am politischen Willensbildungsprozess stellt folglich ein wesentliches Merkmal demokratisch verfasster politischer Systeme dar. Das Civic Voluntarism Model nennt pointiert drei Gründe, warum Menschen sich nicht beteiligen: „because they can't; because they don't want to; or because nobody asked" (Verba, Schlozman & Brady 1995: 269). Für alle drei Aspekte ist die Rolle der Schulbildung für die Bereitschaft, sich politisch zu beteiligen, von besonderer Bedeutung: Bürger mit niedriger Schulbildung besitzen häufig nicht das Wissen und die Fähigkeit, sich effektiv am politischen Entscheidungsprozess zu beteiligen, sie sind in der Regel weniger an politischen Prozessen interessiert als Bürger mit höheren Bildungsabschlüssen und sie werden seltener zu politischer Beteiligung aufgefordert. In der Übung soll der Frage nachgegangen werden, ob und inwiefern sich die politische Beteiligungsbereitschaft von Jugendlichen mit niedriger Schulbildung durch die Vermittlung von politischem Wissen und Informationen, das Wecken von Interesse für politische Belange sowie die gezielte Mobilisierung zu politischer Partizipation erhöhen lässt.
Bei der Übung handelt es sich um eine so genannte Service Learning (übertragene Bedeutung: Lernen durch Verantwortung) Veranstaltung. Dabei sollen fachliche Inhalte durch soziales Engagement gelernt, geübt und vertieft werden. Service Learning fördert dabei nicht nur den Theorie-Praxis-Transfer und die persönliche Entwicklung der Teilnehmer, sondern trägt durch seinen gemeinnützigen Charakter auch der Entwicklung des Gemeinwohls bei. Weitere Informationen siehe www.uni-mannheim.de/sl.
Nach einigen Theorie-Sitzungen zu den Themen „Politische Partizipation" und „Politische Bildung" sollen die Teilnehmer dann in Kleingruppen selbständig eine Hauptschule in Mannheim besuchen. Dort sollen Sie versuchen, in Kooperation mit den Lehrern die Schüler durch das Aufzeigen der Relevanz von politischen Entscheidungen für das eigene Leben zu Interesse an politischen Fragen zu motivieren. Um zu untersuchen, ob bessere Informiertheit, höhere Motivation und gezielte Rekrutierung wirklich die politische Beteiligungsbereitschaft erhöht, sollen außerdem Fragebögen entwickelt werden, mittels derer die politische Partizipationsbereitschaft der Jugendlichen zu Beginn und am Ende der Projektphase erfasst werden kann. Eine Abschlusspräsentation der Ergebnisse sowie eine ausführliche Reflexion der Praxisphase schließen die Übung ab.

 

FSS 2010

Jugend.denkt.Politik

Stephan Marc Solomon

30 Schülerinnen und Schüler. 12 Scouts. Sechs Teams. Vier Tage. Ein Planspiel. Das ist in Zahlen das Konzept hinter „Jugend.Denkt.Politik."
Und warum das Ganze?
Weil wir glauben, dass Politik überhaupt nicht langweilig ist. Es kommt einfach nur darauf an, wie man Politik vermittelt. Wir machen das mit einem Planspiel. Das bedeutet, Ihr springt in eine Rolle (z.B. eines Ministers, einer Partei, einer internationalen Organisation) und lebt und denkt diese Rolle vier Tage lang. Das Besondere daran: Ihr werdet von geschulten „Scouts" unterstützt. Und Ihr spielt gegen andere Gruppen. Was Ihr entscheidet, bestimmt, wie das Spiel sich entwickelt. Und damit Ihr damit auch Erfolg habt, werdet Ihr von Dozenten der Universität Mannheim inhaltlich und methodisch auf eure Rollen vorbereitet.

Übung: International Crisis Management - the case of Afghanistan

Prof. Dr. Peter Schmidt

This course involves an examination of policies of the major powers engaged in Afghan affairs and the most prominent problems, which can be identified during the current attempts to manage the crisis in Afghanistan. Indeed, we will touch on the problem of insurgency - and counterinsurgency. However, this is not a course on the military problems associated with NATO's and OEF's campaign in Afghanistan! On the contrary, we will analyze mostly political affairs in a strategic sense.
This means identifying the key factors shaping the policy of certain actors (e.g., US, Canada, Taliban, Afghan government) and spotting the key variables composing the challenges (e.g. of the poppy "industry", the new meaning of burden-sharing within the Alliance, the special meaning of counter-insurgency in Afghanistan). In doing this, we will make an effort to apply a network approach, i.e., trying to determine how these shaping factors are interrelated in order to get a realistic understanding of the dynamic of the situation. On this basis, we will finally discuss and evaluate strategies to cope with these challenges. This will quite likely not lead to quick fixes or simple solutions, it should, however, raise the level of problem awareness and increase the understanding of the options on hand. In addition, we will learn a lot about the performance of the "international community" in international crisis management.
A simulation exercise based on the seminar and a conference with students from other European countries as well as NATO security officials will be held from 07/20/2010 to 07/25/2010. Participation is not mandatory, but strongly encouraged.