Pressemeldung vom 22. Februar 2007

 

Professor Rittberger übernimmt Lehrstuhl für Politische Wissenschaft und Zeitgeschichte

Der ehemalige Mitarbeiter des MZES und Lehrstuhls für Politische Wissenschaft II kehrt zum Frühjahrssemester an die Universität Mannheim zurück

Zum Frühjahrssemester 2007 folgt Prof. Dr. Berthold Rittberger dem Ruf an die Universität Mannheim und übernimmt den Lehrstuhl für Politische Wissenschaft und Zeitgeschichte. Der Politikwissenschaftler tritt somit die Nachfolge von Prof. Dr. Egbert Jahn an, der vor eineinhalb Jahren emeritiert wurde. Der 31-jährige könnte Studierenden höherer Semester bereits bekannt sein, denn Rittberger bot bereits im Sommersemester 2003 als Mitarbeiter des Lehrstuhls für Politische Wissenschaft II Lehrveranstaltungen im Bereich Europäische Integration an.

„Ich freue mich sehr, dass ich an einer der besten sozialwissenschaftlichen Fakultäten Deutschlands und Europas lehren und forschen darf. Die Universität Mannheim bietet zusammen mit dem Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung ein erstklassiges intellektuelles Umfeld und eine hervorragende Forschungsinfrastruktur,” so Rittberger über seinen neuen Arbeitgeber, der ebenfalls über dessen Rufannahme begeistert ist: „Mit Prof. Rittberger ist es uns gelungen, einen der jüngsten und sehr erfolgreichen Professoren in den Sozialwissenschaften der Bundesrepublik für uns zu gewinnen”, freut sich auch Dekan Prof. Dr. Josef Brüderl.

Rittberger startete 1994 seine wissenschaftliche Karriere mit dem Studium der Verwaltungswissenschaft an der Universität Konstanz, dem 1998 ein Masterabschluss in European Policy and Politics an der London School of Economics folgte. Nach nur drei Jahren schloss der Sohn des Tübinger Politikwissenschaftlers Prof. Dr. Volker Rittberger 2002 am renommierten Nuffield College der University of Oxford seine Promotion mit dem Titel „The Parliamentarisation of the European Community” ab, für welche ihm die European Union Studies Association (EUSA) den Preis für die beste englischsprachige Dissertation im Bereich der EU-Forschung 2003-2004 verlieh.
Anschließend lehrte Rittberger für ein Semester am Lehrstuhl von Prof. Beate Kohler-Koch und forschte für ein Jahr an dem der Fakultät zugehörigen Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung (MZES), an dem er auch seit 2004 ein Projekt zur Verfassungsentwicklung der EU zusammen mit Prof. Dr. Frank Schimmelfennig leitete. Es folgte eine Rückkehr als Prize Research Fellow an das Nuffield College der University of Oxford bevor er im Wintersemester 2004/05 eine Juniorprofessur an der Technischen Universität Kaiserslautern antrat. Seitdem übernahm Rittberger weitere wissenschaftliche Tätigkeiten wie beispielsweise die Herausgeberschaft der Research Agenda Section des Journal of European Public Policy sowie Gutachtertätigkeiten für verschiedene internationale Zeitschriften und Buchverlage.
In seiner Ausbildungsphase sammelte der Politikwissenschaftler hochrangige Preise und Auszeichnungen, zu denen Stipendien des Europäischen Parlaments, der University of Oxford, des Economic and Social Research Council, der Friedrich Ebert Stiftung oder auch des DAAD sowie der Preis für den besten Aufsatz im Journal of Common Market Studies zählen. 2005 wurde Rittberger zudem als Mitglied in die Junge Akademie an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften aufgenommen.
Während all den Jahren erwarb er jedoch auch vielfältige Praxiserfahrungen: so absolvierte er mehrmonatige Praktika im Europäischen Parlament, der International Chamber of Commerce/World Business Organisation, der UNESCO, sowie des Deutschen Olympischen Instituts.
In seiner bisherigen Karriere setzte der Wissenschaftler sich stets hohe Ziele, für die er andere erfolgreiche Engagements, wie beispielsweise im Sport zurückstellte: dazu zählt etwa die Tätigkeit als Basketball-Juniorennationalspieler 1991 sowie als Bundesligaspieler für den SV Tübingen von 1992 - 1993.